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Internationales Kauf-, Liefer- und Vertriebsrecht (2017), S. V, VI 
Vorwort 
Martin Rothermel 

V Vorwort

Dieses Buch richtet sich an Praktiker, Justiziare, Anwälte und auch Studenten, die erstmalig oder immer wieder mit internationalen Kauf-, Liefer- und Vertriebsverträgen befasst sind.

Es wird versucht, in der EU konkret praktisch weiterzuhelfen und für Länder außerhalb der EU zumindest Anhaltspunkte zur Orientierung zu liefern.

Ausgangspunkt ist eine einfache, ganz praktische Frage: Wie weit ist es möglich und sinnvoll, den deutschen Standardvertrag für internationale Geschäfte einzusetzen?

Da das für Handelsgeschäfte in Frage kommende internationale Recht mitunter etwas verwirrend erscheint, werden zunächst die wesentlichen Rechtsquellen sortiert, übersichtlich dargestellt und in ihrer Relevanz für deutsche Unternehmer oder Juristen bewertet. So entsteht ein Überblick über das international commercial law, unterteilt in commercial hard law, soft law, material law und procedural law.

Daran schließen sich zielgerichtete inhaltliche Ausführungen zum internationalen Kollisionsrecht und Zivilverfahrensrecht an. Diese sollen dem Leser ermöglichen, seine Route durch das Bermudadreieck von Rechtswahl, Gerichtsstandswahl und Erfüllungsortvereinbarung zu finden und Ansätze für die Vertragsgestaltung zu identifizieren.

Vergleiche des deutschen Zivil- und Handelsrechts mit dem UN-Kaufrecht, dem Schweizer Recht und dem Common Law sollen dann Alternativen aufzeigen, die in Frage kommen, wenn man sich nicht auf deutsches Recht einigen kann oder will.

Das internationale Vertriebsrecht (Handelsvertreter, Vertragshändler, Franchise) in 50 Ländern und Regionen wird im Hinblick auf die Rechts- und Gerichtsstandswahl sowie zwingende internationale Bestimmungen dargestellt; daraus ergeben sich Möglichkeiten und Erfordernisse für die Einflussnahme durch den Vertrag.

Ausführungen zum Eigentumsvorhalt in über 50 Ländern, zu den Incoterms®2010, zum internationalen Gewerblichen Rechtsschutz sowie dem Vertriebskartellrecht in der EU und 13 weiteren Ländern und dem internationalen Schiedsverfahrensrecht runden die Darstellung ab.

VI Insgesamt werden somit die typischen Fragen besprochen, die dem Autor in Seminaren und Vorlesungen sowie bei der Beratung im internationalen Kauf-, Liefer- und Vertriebsrecht immer wieder gestellt werden.

Da das Buch versucht, das Recht in vielen Ländern darzustellen, zeigt es ein Standbild einer sich ständig bewegenden Materie. Die herangezogenen Quellen aktualisieren sich teilweise monatlich; Frau Diana Nikolova und Herrn Julius Dahmen danke ich für die unermüdliche Unterstützung beim Schritthalten mit den stetigen Veränderungen.

München im Juli 2016